Senioren-Universität

Jahresbericht

Jahresbericht 2010 der Senioren-Universität Zürich

Von Prof. Dr. Hans Elsasser,
Präsident der Senioren-Universität.

25 Jahre Senioren-Universität

Das wichtigste Ereignis im Jahre 2010 war die Feier zum 25-jährigen Geburtstag der Senioren-Universität am 13. März im Hauptgebäude der Universität mit rund 550 Seniorinnen, Senioren und Gästen. An der vom Ensemble KlezmerPlus musikalisch umrahmten Feier wurde der Festvortrag „Das plastische Gehirn: Lernen ein Leben lang“ von Herrn Prof. Dr. Lutz Jäncke gehalten. Der Festvortrag wurde ergänzt durch Grussworte von Rektor Prof. Dr. Andreas Fischer und Prorektor Prof. Dr. Otfried Jarren. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Ehrung von vier Frauen und einem Mann, die seit Beginn, d.h. seit fünfundzwanzig Jahren, Mitglieder der Senioren-Universität sind. Ein Apero im Licht­hof bildete den Abschluss der gelungenen Feier.

Der diesjährige Jahresbericht soll deshalb etwas stärker den allgemeinen Aufgaben, Zielen und Entwicklungen der Senioren-Universität Zürich gewidmet sein.

Im Vergleich zur Universität Zürich, ist die Senioren-Universität Zürich noch jung. Die Senioren-Universität verfolgt verschiedene Ziele: Ihr Hauptziel ist, die aktive Teilhabe und Teilnahme der älteren Bevölkerung an unserer Gesellschaft zu fördern und zu erhalten. Sie bringt wissenschaftliche Fragestellungen und Erkenntnisse einer weiteren ausseruniversitären Öffentlichkeit nahe. Sie dient der persönlichen und gesellschaftlichen Bildung, indem sie die intellektuelle Offenheit und Neugier fördern. Sie stellt keine Zulassungsbedingungen im Hinblick auf die Vorbildung der Teilnehmenden.

Wie will die Senioren-Universität Zürich diese Ziele erreichen? In den 50 Semestern seit ihrer Gründung wurden von gut 800 Dozierenden rund 1200 Vorträge gehalten. Dabei wurden alle an der Universität Zürich und an der ETH Zürich vertretenen Lehr- und Forschungsgebiete abgedeckt. Diese Vorträge sind meist sehr gut, im Durchschnitt von jeweils rund 400 Personen, besucht. Statistisch gesehen besucht jedes Mitglied 8 Vorträge pro Jahr. Neben den Vorträgen gehören seit jeher Sonderveranstaltungen zum Angebot der Senioren-Universität. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Besichtigungen, Exkursionen, mehrteilige Vortragsreihen und Kurse zu den unterschiedlichsten Themen. Dieses Angebot wird jährlich von über 2000 Personen genutzt. Im Zusammenhang mit dem Kontakt zur Wissenschaft muss ferner erwähnt werden, dass sich Seniorinnen und Senioren immer wieder als Probandinnen und Probanden bei Forschungsprojekten, insbesondere aus den Bereichen der Medizin und der Psychologie, zur Verfügung stellen. Die Senioren-Universität Zürich bietet ihren Mitgliedern auch ein Sportprogramm an. Dieses Angebot des Akademischen Sport­vereins Zürich wird rege benutzt.

Die Senioren-Universität Zürich war von Anfang an ein Erfolgsmodell. Bereits drei Jahre nach ihrer Gründung zählte sie 2000 Teilneh­mende. 2010 liegt die Zahl der Mitglieder der Senioren-Universität bei rund 2500. Die Entwicklung der Mitglieder- und Besucherzahlen der Senioren-Universität kann gegenwärtig mit dem Begriff “zunehmende Tendenz“ charakterisiert werden. Und dies, ohne dass wir für unsere Veranstaltungen kostspielige Werbung betreiben müssten. Die Mund-zu-Mund-Propaganda bleibt für die Senioren-Universität das wichtigste Werbe-Medium.

Wir haben in Zürich das Glück, dass bei den Veranstaltungen der Senioren-Universität auch die Dozierenden der ETH mitmachen. Die Senioren-Universität ist ein schönes Beispiel für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Universität und ETH. Erfreulich ist ferner die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule des Kantons Zürich. Bei dieser Zusammenarbeit steht die Ergänzung im Vordergrund. Wenn von Zusammenarbeit gesprochen wird, muss vor allem auch der Regionale Seniorinnen- und Senioren-Verband Winterthur genannt werden. Im Rahmen seiner Universitären Vorlesungen Winterthur übernimmt er rund die Hälfte unserer Vorlesungen.

Zürich, im März 2011

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