Sonderveranstaltungen 1. Halbjahr 2021

Schreiben Sie Ihr Leben auf! Jahreskurs «Autobiographisches Schreiben»

Dozent: Prof. Dr. Alfred Messerli,
ISEK - Institut für Sozialanthropo- logie und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Zürich
Daten und Zet:

12 Kurstage, Januar bis Dezember 2021

jeweils Freitag, 9.00–17.00 Uhr
15. Januar (Einführungstag),
29. Januar,
26. Februar,
26. März,
30. April,
28. Mai,
25. Juni,
27. August,
24. September,
5. November,
26. November,
17. Dezember 2021

Ort:

Universität Zürich, Zentrum

Kosten: CHF 1600.–, Gast CHF 1800.–
(Ratenzahlung gegen Aufpreis)
Anmeldeschluss: Montag, 4. Januar 2021
 

Zur Anmeldung

Jeder kann es, Dichter tun es, manchmal am Anfang, öfter am Ende ihres Lebens. Was braucht es dazu, um eine «Selberlebensbeschreibung» (Jean Paul) oder Autobiographie zu verfassen? Selbstliebe, Ehrlichkeit, ein gutes Gedächtnis, Sitzleder (sprich: Hartnäckigkeit), Musse, die richtige Stimmung, vielleicht auch ein eigenes Zimmer (Virginia Woolf: «A Room of One’s Own»), vor allem Mut und sprachliches Vermögen. Der Kurs vermittelt eine Poetik der Autobiographie, gibt Einblicke in ihre Geschichte und erteilt konkrete Hilfe und Ratschläge und lehrt vor allem das Handwerk, seine eigene Lebensgeschichte zu verfassen.
Das zwölftägige Schreibseminar startet im Januar 2021. Den Kursteilnehmenden steht kostenlos die Internetplattform Olat und das Internetportal www.meet-my-life.net zur Verfügung. Es werden Hausaufgaben aufgegeben, die in der darauffolgenden Sitzung gemeinsam diskutiert werden. Nach dem Einführungstag (CHF 160.–/CHF 190.– für Gäste) entscheiden Sie, ob Sie am gesamten Kurs teilnehmen möchten.

Arbeitsplan: Autobiographisches Schreiben:

Datum

Übergreifendes Thema

Einzelaufgaben

15. Januar 2021

9-12, 13:30-16:30

Einführungstag

Basics/Grundlagen

Input: Was können Sie von diesem Kurs erwarten?

Hausaufgabe:

Mein Schreibtisch

29. Januar 2021

9-12, 13:30-16:30

Basics/Grundlagen

Input: Kulturgeschichte des Schreiben

Hausaufgabe:

Schreibwerkzeuge

26. Februar 2021

9-12, 13:30-16:30

Basics/Grundlagen

Input: Kurze Geschichte der Autobiographie

Hausaufgabe:

Wortlisten

26. März 2021

9-12, 13:30-16:30

Basics/Grundlagen

Input: Dinge helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge

Hausaufgabe:

Eine Straße

30. April 2021

9-12, 13:30-16:30

Basics/Grundlagen

Input: Der Sound der Vergangenheit

Hausaufgabe:

Ein Foto

28. Mai 2021

9-12, 13:30-16:30

Basics/Grundlagen

Input: Das Porträt

Hausaufgabe:

Rekognoszierung

25. Juni 2021

9-12, 13:30-16:30

Basics/Grundlagen

Input: Meine Stimme – die Stimmen der andern

Hausaufgabe:

Gehen

27. August 2021

9-12, 13:30-16:30

Strukturen

Input: Erinnerung und Vergessen

Hausaufgabe:

Leute beobachten

24. September 2021

9-12, 13:30-16:30

Strukturen

Input: Perspektiven(-wechsel)

Hausaufgabe:

Tasse

5. November 2021

9-12, 13:30-16:30

Strukturen

Input: Strukturen und Gliederung

Hausaufgabe:

Ordnung(en)

26. November 2021

9-12, 13:30-16:30

Erzählmodi

Input: Dialog und Handlung

Hausaufgabe:

Eine Szene

17. Dezember 2021

9-12, 13:30-16:30

Erzählmodi

Input: Bewegung schafft

Raum

 

Machen Sie Ihrem Kopf Beine

Dozentin:

Angela Brändli,
Gedächtnistrainerin SVGT,
Erwachsenenbildnerin SVEB 1

Daten:

Mittwoch, 17. und  24. Februar, 3. März 2021

(3. und nicht 1. März, wie im gedruckten Programm fälschlicherweise aufgeführt)

Zeit:

10.30–12.45 Uhr
(Je nach Verfügbarkeit der Kursräume ist die Anfangszeit möglicherweise 1–2 Std. später.)

Ort:

Universität Zürich, voraussichtlich UZH Zentrum

Kosten:

CHF 140.–, Gast CHF 180.–
Teilnehmerzahl: Max. 18 Personen
Anmeldeschluss: Freitag, 5. Februar 2021
 

Zur Anmeldung

Vielleicht geht es allen Menschen ähnlich und vermutlich haben Sie sich auch schon geärgert, wenn Sie etwas Wichtiges vergessen haben oder den Schlüssel oder die Brille nicht wiederfinden, weil Sie sie gedankenlos irgendwo hingelegt haben. Dagegen können Sie ganz bewusst etwas unternehmen.
Schwerpunkte in diesem Kurs sind: Allgemeine Informationen zur Funktion des Gehirns, Namens- und andere Merkstrategien, bewusstere Wahrnehmung, Ver-besserung der Konzentration und Merkfähigkeit, Trainingsmöglichkeiten, Tipps und Tricks für den Alltag und anderes. Und ganz bestimmt kommt der Humor in diesem Kurs nicht zu kurz, denn «dem Kopf Beine zu machen» bedeutet Spass, fördert ne-benbei die sozialen Kontakte und steigert die Lebensqualität. Vorkenntnisse sind nicht nötig, erwartet wird die Bereitschaft, mitzuarbeiten, im Denken und Handeln gewohnte Pfade zu hinterfragen und Neues kennen zu lernen. Der Kurs ist grösstenteils eine Wiederholung der Gehirntrainingskurse der letzten Jahre.

Mentale Fitness und Gesundheit

Dozentin: MSc Rahel Schärli, Psychologin, Universität Bern
Daten: Montag, 22. Februar  bis Montag, 31. Mai (13 x)
(ausser 5. April und 24. Mai)
Zeit:

Kurs 1: 9.30–10.30 Uhr

Kurs 2: 10.45–11.45 Uhr

Ort: Universität Zürich
Kosten: CHF 130.–, Gast CHF 180.–
Anmeldeschluss Freitag, 5. Februar 2021
  Zur Anmeldung

In Zusammenarbeit mit Synapso, der Fachstelle für Lernen und Gedächtnis der Universität Bern, bieten wir im Frühjahrssemester 2021 wöchentliche Kurse zur Förderung der Gehirngesundheit an. Ziel ist eine ganzheitliche Aktivierung des Gehirns durch Übungen in den Bereichen Koordination, Achtsamkeit, Gedächtnis und Kreativität. Dabei profitiert nicht nur die mentale Fitness, sondern auch das allgemeine Wohlergehen.
Der Kurs richtet sich an Personen, die bereit sind, in ihre mentale Fitness und Gesundheit zu investieren. Es sind weder spezielle Kenntnisse noch spezifische geistige Voraussetzungen nötig.


Vertiefungsworkshops in Bern «Gehirn in Aktion»
Wer vertieftes Wissen zu Themen rund um das alternde Gehirn wünscht, hat zudem die Möglichkeit, in Präsenz oder virtuell an den einmal monatlich stattfindenen Vertiefungsworkshops in Bern teilzunehmen. Mehr Informationen und Anmeldung unter:
https://hirncoach.ch/hirncoach-workshops

Führung im Besucherpavillon Einhausung Schwamendingen

Daten: Montag, 1. März, 10.00–11.30 Uhr
Mittwoch, 10. März, 10.00–11.30 Uhr
Freitag, 12. März, 13.00–14.30 Uhr
Montag, 15. März, 13.00–14.30 Uhr
Donnerstag, 18. März, 11.00–12.30 Uhr
Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 12. Februar 2021

  Zur Anmeldung

Seit 1980 führt die Autobahn A1 mitten durch das Quartier Schwamendingen. Der Autobahnabschnitt gehört zu den meist befahrenen Verkehrsachsen der Schweiz. Lärm- und Luftbelastung liegen regelmässig über den zulässigen Grenzwerten. Jahrelang bemühten sich die Quartierbewohnerinnen und -bewohner um die Behebung des belastenden Zustands.
Nach langer Vorlaufzeit begann im März 2019 der Bau der Einhausung Schwamendingen. Damit wird nicht nur die Lärm- und Luftbelastung beseitigt. In den rund fünfeinhalb Jahren Bauzeit entsteht in Schwamendingen auch ein in der Schweiz einzigartiger Hochpark, der auf rund 30‘000 Quadratmetern Fläche neuen Aufenthalts- und Begegnungsraum für die Quartierbevölkerung schafft und das Quartier wieder zusammenwachsen lässt. Das Besucherzentrum, geführt von den drei Projektpartnern, dem Bundesamt für Strassen ASTRA, dem Kanton Zürich und der Stadt Zürich, vermittelt einen spannenden Einblick in die Umsetzung des
Projekts Einhausung Schwamendingen.
Multimediale Installationen, Modelle und Informationstafeln nehmen die Besucherinnen und Besucher auf eine spannende und lehrreiche Reise mit, wie die Idee der Einhausung entstand, wie das Projekt geplant, der Bau umgesetzt und schliesslich der künftige Hochpark auf der Einhausung aussehen wird. Eine kundige Führungsperson wird uns ca. 1,5 Std. viel erklären und Fragen beantworten.

Wie China die Welt verändert

Dozent: Patrick Ziltener, Titularprofessor für Soziologie und Dozent
für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich

Daten / Zeit:

Vierteilig: Freitag, 5., 12., 19. und 26. März 2021,
11.00–13.00 Uhr

Ort: Universität Zürich
Kosten: CHF 105.–, Gast CHF 155.–
Anmeldeschluss: Freitag, 19. Februar 2021
  Zur Anmeldung

Das China von Xi Jinping hat sich von der Devise Deng Xiaopings, wonach die Volksrepublik «die eigenen Fähigkeiten verbergen, das Rampenlicht meiden» solle, definitiv verabschiedet. China ist zwar defensiv aufgestellt im laufenden Handels- krieg mit den USA, lässt sich aber nicht beirren in seiner ansonsten offensiven Einflussnahme in Asien und anderen Weltregionen sowie in den internationalen
Institutionen. Die Volksrepublik bedient sich dabei der ganzen Bandbreite diplo- matischer und institutioneller Initiativen, von bilateralen Freihandelsabkommen, der Verhandlung von «Mega-Regionals» bis hin zur «neuen Seidenstrasse» (One Belt, One Road oder Belt and Road Initiative BRI). China sieht Letztere als genuin chinesisches Konzept, als «offene Plattform», als «Forum für den Fortschritt der Welt», stellt viel Geld dafür bereit und projiziert damit das «chinesische Modell» ultimativ auf die globale Bühne. Die Schweiz als privilegierte Partnerin Chinas hat sich für eine Zusammenarbeit bereit erklärt, ist aber noch auf der Suche nach Formen und Inhalten möglicher Kooperation.

Schwerpunktthema Energie – Kernenergie

Information: Im gedruckten Programm wird diese Veranstaltungsreihe nur zweiteilig angeboten. In der Zwischenzeit wurde diese Veranstaltungsreihe ergänzt durch den Vortrag

"Atomkraftwerke und der Klimawandel – Lösung oder Illusion?"

Es gelten neu die Anmeldebedingungen, die hier auf der Website publiziert sind.
Daten:

Drei Veranstaltungen. Die Daten finden Sie bei den einzelnen Veranstaltungen

Kosten:

Alle drei Veranstaltungen:
CHF 120.--, Gast CHF 180.--
(anstatt CHF 135.--, Gast 225.--)

Anmeldeschluss
Gesamtpaket:
Freitag, 12. Februar 2021
  Zur Anmeldung für das Gesamtpaket (alle drei Veranstaltungen)

 

Die Kernenergie – Fluch, Segen oder beides?

Dozent:

Lukas Robers,
Doktorand am Labor für Kernenergiesysteme der ETHZ

Datum / Zeit:

Mittwoch, 24. Februar 2021, 14.00–16.00 Uhr
Ort: Universität Zürich
Kosten:

Mitglieder: CHF 30.–
Gast: CHF 60.–

Anmeldeschluss: Freitag, 12. Februar 2021
  Zur Anmeldung

Seit der Entdeckung der Kernspaltung im Jahr 1938 ist viel passiert. Die erste An-wendung war die unrühmliche Atombombe. Doch kurze Zeit später kamen zivile Interessen auf und Wissenschaftler sowie Politiker überboten sich gegenseitig mit den kühnsten Vorstellungen, wie die Nukleartechnik die Probleme der Menschheit lösen sollte. Die Frage aber, ob nun die Risiken oder der Nutzen überwiegen, ist nach wie vor aktuell und wird es auch bleiben. Keine andere Technologie kann so viel treibhausgasarme Energie zur Verfügung stellen, was angesichts des Klima-wandels immer wieder angeführt wird. Keine andere Technologie hat aber auch das Potenzial, ganze Landstriche unbewohnbar zu machen.
Darum wurde in den vergangenen Jahrzehnten viel Energie in Sicherheitssysteme und bessere Designs gesteckt. Was haben diese Anstrengungen erreicht? Wo stehen wir heute im Vergleich zur Anfangszeit? Und wohin kann die Reise gehen? Diesen Fragen wollen wir nachgehen, indem wir die Geschichte der Kernenergie betrachten sowie deren Zielkonflikte und Kontroversen beleuchten. Anhand dieser wird deutlich werden, dass die Kernenergie Fluch und Segen zugleich ist und am Ende die entscheidende Frage ist, was die Menschheit daraus macht.

Atomkraftwerke und der Klimawandel – Lösung oder Illusion?

Dozent: Simon Banholzer
Leiter Fachbereich Atomenergie, Energiestiftung Schweiz

Datum / Zeit:

Montag, 8. März 2021, 14.00–15.90 Uhr
Ort: Universität Zürich
Kosten: Mitglieder: CHF 30.–
Gast: CHF 60.–
Anmeldeschluss: Freitag, 19. Februar 2021
  Zur Anmeldung

Die Klimakrise schreitet ungebremst voran. Hauptverantwortlich ist der Energiesektor: Rund 80% der inländischen Treibhausgas-Emissionen fallen hier an. Rasches Handeln ist angesagt.
Die Therapie ist bekannt: Wir müssen den Energiesektor komplett dekarbonisieren. Die Energiewende, welche die fossilen Energieträger (Öl, Gas, Kohle) durch erneuerbare Energien wie Wind, Wasser und Sonne ersetzen will, gilt als nachhaltige Lösung. Skeptische Stimmen meinen, ohne Atomenergie sei eine klimafreundliche Energieversorgung nicht zu erreichen. Atomkritiker*innen entgegnen, AKW seien zu gefährlich, zu teuer und zu langsam, um einen brauchbaren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Was davon stimmt und was können wir bis 2050 tun, um den Klimakollaps zu verhindern?

Besuch Kernkraftwerk Leibstadt

Daten / Zeit:

Mittwoch, 7. April 2021, 9.00 - 16.00 Uhr
Montag, 12. April 2021, 9.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch, 14. April 2021, 9.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch, 21. April 2021, 9.00 - 16.00 Uhr
Kosten:

CHF 75.–, Gast CHF 105.–
inkl. Anreise per Car ab Zürich zum KKW, Führung im
KKW, Mittagessen inkl. Getränke in der Kantine des KKW,
Rückreise per Car nach Zürich

Anmeldeschluss: Freitag, 19. März 2021
  Zur Anmeldung KKW

Das Kernkraftwerk Leibstadt befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Leibstadt am Rhein nahe der Aare-Mündung und der deutschen Grenze bei Waldshut-Tiengen. Es ging Ende 1984 in Betrieb und ist das jüngste und leistungsstärkste Kernkraftwerk der Schweiz.
Wir werden durch die Ausstellung «Vom Uran zum Strom» im Infozentrum geführt, wo uns zusätzliche Erklärungen gegeben und Fragen beantwortet werden. Anlässlich des Arealrundgangs (ungefähr 2 km, Sie sollten darum gut zu Fuss sein) besichtigen wir den Kommandoraum und den Kühlturm von aussen.
Bevor wir mit dem Car gegen 14.30 Uhr zurück nach Zürich fahren werden, wird uns im Anschluss an die Führung in der Kantine des KKW das Tagesmenu serviert.

Interdisziplinäres Begleitseminar zu den Vorlesungen der UZH3 Senioren-Universität

Dozent:

Prof. Dr. Mike Martin, Ordinarius für Gerontopsychologie und Gerontologie, Universität Zürich

Daten / Zeit

Dienstag, 9. März
Donnerstag, 11. März
Donnerstag, 25. März
Dienstag, 13. April
Donnerstag, 22. April
Donnerstag, 29. April

Donnerstag, 6. Mai
Dienstag, 18. Mai
Donnerstag, 27. Mai 2021
16.00 – 17.00 Uhr

Ort:

Universität Zürich, Campus Irchel

Kosten: CHF 90.–, Gast CHF 120.–
Anmeldeschluss: Freitag, 19. Februar 2021
 

Zur Anmeldung

Dieses Seminar dient dem vertieften Vergleich von wissenschaftlichen Methoden unterschiedlicher Disziplinen. Darüber hinaus sollen Forschungskonzepte und -ergebnisse im Hinblick auf verschiedene wissenschaftliche Gütekriterien diskutiert werden. Ziel ist die detaillierte Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesung-en an den Seminartagen. Der Besuch der entsprechenden vorherigen Vorlesung-en ist Voraussetzung für die Teilnahme. Für die Teilnahme am Seminar sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich, diese werden im Seminar selbst vermittelt.
Die kritische Auseinandersetzung mit Forschungskonzepten, Theorien, Methoden, Ergebnissen und deren Interpretationen ist alltägliches Geschäft von Forschenden. Sie begutachten als «Peers» die eingereichten Arbeiten oder Anträge von Fach-kolleginnen und -kollegen. Im Seminar werden die dabei gemachten Schritte als Leitfaden für die Diskussion von Forschungsbefunden vermittelt. Anschliessend werden diese auf die Vortragsinhalte des Tages angewendet. Es wird erarbeitet, wo die grundlegenden Unterschiede, Möglichkeiten und Limitationen bestimmter Methoden und Konzepte liegen können und welche weiterführenden Forschungs-fragen sich gerade im Vergleich zwischen verschiedenen Disziplinen ergeben.

Schwerpunktthema: 100. Geburtstag von Dürrenmatt

Daten:

Vier Veranstaltungen. Die Daten finden Sie bei den einzelnen Veranstaltungen

Kosten:

Alle vier Veranstaltungen:
CHF 115.–, Gast CHF 205.–
(anstatt CHF 145.–/265.–)

Die Kosten für die Einzelveranstaltungen finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung

Anmeldeschluss Gesamtpake: Montag, 8. März 2021
Den Anmeldeschluss für die Einzelveranstaltungen
finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung
  Zur Anmeldung für das Gesamtpaket
(alle 4 Veranstaltungen)

Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 in Konolfingen im Kanton Bern gebo-ren und könnte somit 2021 den 100. Geburtstag feiern. Er ist weltweit bekannt als Dramatiker. Lange wusste er jedoch nicht, ob er malen oder schreiben sollte. In einem Brief an seinen Vater schrieb er mit zwanzig Jahren: «Es handelt sich hier nicht darum, zu entscheiden, ob ich ein ausübender Künstler werde oder nicht, denn da wird nicht entschieden, das wird man aus Notwendigkeit. Das Problem liegt bei mir ganz anders. Soll ich malen oder schreiben. Es drängt mich zu beidem.»
Mit 34 Jahren gelang Dürrenmatt der Durchbruch als Bühnenautor: «Der Besuch der alten Dame» wurde in Zürich uraufgeführt und verhalf ihm zu internationalem Ansehen. Wir schauen auf Dürrenmatts verschiedene Seiten: den Dramatiker, den Erzähler und den Maler. Dabei begegnen wir zwei wichtigen Orten in seinem Leben – dem Schauspielhaus Zürich und seinem Wohnhaus oberhalb von Neuchâtel, das heute Teil des Centre Dürrenmatt ist.

Dürrenmatts Krimis

Dozent: Andreas Mauz, Dr. theol., lic. phil., Literaturwissenschaftler
und evangelischer Theologe, Basel

Datum / Zeit:

Montag, 29. März 2021, 14.00–16.00 Uhr
Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss: Montag, 8. März 2021
 

Zur Anmeldung

Wer Dürrenmatt nicht als Dramatiker kennt, kennt ihn als Krimiautor. Und das zu Recht. «Der Richter und sein Henker » gehört nicht von ungefähr seit Jahrzehnten zum Lektürekanon der Gymnasien. Ein Grund für den anhaltenden Reiz von Dürrenmatts Kriminalromanen liegt sicher in ihrer Anreicherung durch weltanschau-liche Fragen. Die Klärung des jeweiligen Falls geht immer einher mit pointierten Stellungnahmen zu Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Sühne, zur Wirksamkeit des Zufalls, aber auch zu Gott. Die Dominanz dieser Aspekte führt die Spielregeln der Gattung freilich regelmässig an ihre Grenzen. Kein Wunder, hat man Dürrenmatts Romane als «Gedankenkrimis » oder gar «Anti-Krimis» bezeichnet.
Der Vortrag legt einen Schwerpunkt beim 1953 erschienenen Roman «Der Verdacht», dem zu Unrecht unbekannteren der beiden Bärlach-Krimis. An seinem Beispiel lassen sich Grundzüge von Dürrenmatts kriminalliterarischem Erzählen entfalten. Durch Hinweise zu klassischen wie unbekannteren Verfilmungen kommt aber auch die wandelnde Rezeption zur Sprache.

Inszenierung von Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame»

Dozent:

Nicolas Stemann, Intendant Schauspielhaus Zürich
Datum und Zeit: Montag, 12. April 2021, 14.00–16.00 Uhr
Ort: Universität Zürich oder Schauspielhaus Zürich
Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss: Montag, 22. März 2021
 

Zur Anmeldung

1956 war am Schauspielhaus Zürich Uraufführung von Dürrenmatts wohl berühm-testen Theaterstück: Der Besuch der alten Dame. Claire Zachanassian nimmt darin Rache an ihrem Heimatdorf. Die überzeichnete, exzentrische Milliardärin ist Ideen-trägerin in einer Parabel über Gerechtigkeit.
65 Jahre später und drei Jahre nach Beginn der #MeToo-Bewegung schaut sich Nicolas Stemann, Intendant am Schauspielhaus Zürich, das Stück noch einmal an. Er wird auf lebhafte Art und mit interaktiven Einschüben darüber referieren, wie er Dürrenmatt inszeniert. Mit seinen Worten: «Wie macht man heute Dürrenmatt?»

Dürrenmatt als Maler

Dozent: Gabriel Grossert, Kunsthistoriker,
Centre Dürrenmatt Neuchâtel

Datum:

Montag, 26. April 2021, 14.00–16.00 Uhr
Ort: Universität Zürich
Kosten: CHF 30.–, Gast CHF 60.–
Anmeldeschluss: Dienstag, 6. April 2021
 

Zur Anmeldung

Das Bild eines turbulenten Kosmos, gemalt auf einer monumentalen Leinwand. Der Turm von Babel Sekunden vor dem Sturz, mit Tinte und Feder, aber auch mit Skalpell
und Rasierklinge ins Papier geritzt. So ist das bildnerische Werk Friedrich Dürren-matts: von einer immer wieder überraschenden Vielfalt, sowohl beim Inhalt wie
auch bei der Technik.
Dürrenmatt wollte schon als Kind Maler werden, doch drängte es ihn auch zur Schrift. In seinen jungen Jahren entdeckte er dann das Theater, eine Kombination von Literatur und visueller Kunst. Dürrenmatts Theaterstücke wurden weltweit auf-geführt und machten ihn zu einem Schweizer Autor mit Weltrang. Doch hat er sein Leben lang auch gemalt und gezeichnet, weil er manche Dinge nur so darstellen konnte. Diese Komplementarität von Bild und Schrift bringt grundlegende Ansätze zum Verständnis seines Denkens und seines Werkes als Ganzem zum Vorschein. Wie Dürrenmatt es selbst ausdrückt: «Meine Zeichnungen sind nicht Nebenarbeiten zu meinen literarischen Werken, sondern die Schlachtfelder, auf denen sich meine schriftstellerischen Kämpfe abspielen».

Besuch des Centre Dürrenmatt in Neuchâtel

Daten und Zeit: Montag, 10. und 31. Mai 2021; vormittags
Kosten: CHF 55.–, Gast CHF 85.–,
exkl. Anreise, inkl. Znüni, Eintritt und Führung
Anmeldeschluss: Montag, 19. April 2021
 

Zur Anmeldung

Die Theaterstücke Dürrenmatts sind berühmt. Wer aber kennt seine Bilder und Zeichnungen? Dürrenmatts Bildwerk entstand seit seiner Jugend parallel zum literarischen Werk, blieb aber lange Zeit praktisch unbekannt. In seinen «dramatur-gischen» Bildern nimmt Dürrenmatt oft Motive mythologisch-religiöser Traditionen auf. Die Sammlung des Centre Dürrenmatt Neuchâtel umfasst rund 1000 Einzel-bilder und verschiedene Hefte. Erbaut von Mario Botta, wurde das Centre Dürren-matt 2000 eröffnet. Dabei wurde das Haus, in dem Dürren-matt und seine Familie ab 1952 bis zum Tod des Schriftstellers gelebt haben, in das Centre integriert.
Auf der Führung durch das Centre Dürrenmatt lernen wir Dürrenmatt als Schrift-steller und Maler besser kennen und begutachten Mario Bottas Architektur. Ausser-dem lassen wir uns über die zwanzigjährige Geschichte des Centre Dürrenmatts informieren.

Schweizerdeutsch im Wandel

Dozentinnen: Prof. em. Dr. Elvira Glaser und N.N.,
Citizen Science Center Zurich UZH/ETH
Daten / Zeit: Zweiteilig: Freitag, 23. und 30. April 2021, 9.15–12.00 Uhr

Ort:

Universität Zürich (Falls wegen COVID-19 erforderlich,
werden die Kurse per Zoom angeboten.)
Kosten: CHF 50.–, Gast CHF 80.–
Anmeldeschluss: Freitag, 26. März 2021
 

Zur Anmeldung

In der Schweiz besteht eine hohe Sensibilität für sprachliche Verschiedenheiten. Ein Thema, das im Alltag und in den Medien immer wiederkehrt, ist die Veränderung der
Dialekte, die man in der eigenen Umgebung wahrzunehmen glaubt. Um sprach-liche Veränderungen wissenschaftlich zu belegen, braucht es aber Daten aus älterer Zeit, die einen Vergleich mit den heutigen Verhältnissen ermöglichen. Da solche Daten nicht sehr zahlreich sind, ist ihre Auswertung besonders wichtig.
Seit einiger Zeit gibt es am Citizen Science Center (Universität Zürich & ETH Zürich) ein Online-Projekt zum Schweizerdeutschen vor ca. 100 Jahren, bei dem jede und
jeder mitmachen kann (https://wenker.citizenscience.ch/de/). Es geht darum, die aus über 1700 Deutschschweizer Schulorten vorhandenen – meist handschriftlichen – Papierbögen mit jeweils 40 in den Ortsdialekt übersetzten Sätzen für einen Vergleich mit den heutigen Verhältnissen elektronisch aufzubereiten. Wir werden im Kurs dieses Material gemeinsam ansehen und uns sowohl mit Fragen des sprachlichen Wandels allgemein als auch mit Problemen der Auswertung dieses konkreten Materials beschäftigen. Die Teilnehmenden werden einen Einblick in die Methoden der Dialektforschung gewinnen und ihre Kenntnisse über das Schweizerdeutsche vertiefen können. Durch Kommentare zu den Übersetzungen und eigene Übersetzungen können sie ihr Wissen über die Dialekte auch selbst aktiv einbringen.