Programm 2. Halbjahr 2020

Geschichten zum Alkohol

Der für den 13. März vorgesehene 2. Vortrag einer zweiteiligen Reihe musste wegen Covit 19 abgesagt werden und wird nun neu angeboten. Personen, die bereits am 1. Vortrag teilgenommen haben, müssen sich nicht noch einmal anmelden.

Personen, die am hier neu ausgeschriebenen 2. Vortrag teilnehmen möchten sind gebeten, sich anzumelden.

Dozentin:

Dr. Barbara Brauckmann, ehemalige Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit und Sammlungen des Dep. Chemie und Angewandte Biowissenschaften der ETH Zürich

Daten und Zeit: Freitag, 16. Oktober 2020, 14.00 - 16.00
Ort:

Universität Zürich, Zentrum

Kosten: CHF 30.-- Gast CHF 60.--
Anmeldeschluss:

Freitag, 2. Oktober 2020

 

Zur Anmeldung

Teil 1: Hat bereits am Freitag, 6. März stattgefunden

Mit gefülltem Weinglas und perlendem Champagnerkelch
– einige Alkoholgeschichten von der Antike bis in die Neuzeit: Symposienvorsteher bei den antiken Griechen / Bacchuskult bei den Römern / Plinius und seine Naturgeschichte zum Wein / Komasaufen junger Herrscher / Sklaventausch gegen Amphoren / Weingelage beim Sultan / Saubere Weinfässer für Karl den Grossen / Weinselige Kirchenprediger / Weinrezepte bei Pest und Schwangerschaft /
Wett-Trinken bei barocken Kurfürsten und Markgrafen / Trinksitten am Hofe des Sonnenkönigs / Trinkrituale bei den Zünften / Strafgesetze gegen Trunkenheit / Wein beiHildegard von Bingen, Luther und Goethe / Lautertrank, Jungfernwein, Spätlese und Kabinett / Champagner der Benediktinermönche / Edles für König und Kaiser / …
 

Teil 2: Findet neu am Freitag, 16. Oktober statt:

Mit schäumendem Bierhumpen und offerierter Branntweinschale – ein paar Trinkepisoden aus vergangenen Jahrtausenden: Bierbrot und Trinkrohre bei Sumerern
und Ägyptern / Alkoholrausch zwischen Stadtmauern und Belagerungsheeren / Tacitus und die saufenden Germanen / Kräutermischungen mit Grut und Hopfen / Bierverordnung 1351 und Reinheitsgebot 1516 / Braukunst der Klosteräbte und Bierplan von St. Gallen / Von Bierfrouwen und Bierhexen / Lobelbier und Kindelbier / Biersuppe für Waisenkinder und Preussenkönig / Bier-Comment der Studenten
und Kneipenwirtschaften der Gelehrten / Lebenswasser der Alchemisten / Deutsches Branntweintraktat des Mittelalters / Ungeld, Branntweinpest und Arbeiterelend /
Mittel gegen Cholera / …

Kantonshauptstadt Fribourg

Die für das Frühjahr 2020 organisierte Reise nach Fribourg musste wegen dem Coronavirus abgesagt werden und wird mit neuen Daten nun noch einmal angeboten.

Daten:

Mittwoch, 29. Juli
Montag, 3. August
Donnerstag 6. August
Dienstag, 11. August
Donnerstag, 13. August 2020
Jeweils Ganzer Tag

Falls Sie sich bereits im Frühjahr angemeldet haben wurden Sie bereits über die neuen Daten informiert, eine erneute Anmeldung ist nicht nötig.

Kosten:

CHF 100.--, Gast CHF 130.--
exkl. Anreise und persönliche Auslagen,
inkl. Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Fribourg, dem Znüni, Zmittag und der Fahrt mit dem Touristenzug, Führung in der Altstadt, Eintritt und Führung im originellen
Nähmaschinenmuseum sowie freier Eintritt in weiteren
Museen der Stadt Fribourg

Anmeldeschluss:

Freitag, 26. Juni 2020

 

Zur Anmeldung

Im Jahr 1157 von Herzog Berchtold IV. von Zähringen gegründet, bietet Fribourg einen ausgezeichneten Querschnitt durch die abendländische Kultur. Die Altstadt bildet eines der grössten geschlossenen Ortsbilder des mittelalterlichen Europa. Architektur, Kunst und Handwerk vergangener Zeiten sind ebenso präsent wie zeitgenössisches Schaffen. Eine Stadtführung und die einstündige Fahrt mit einem kleinen Touristenzug durch die hügelige Stadt zeigen uns viele schöne Ecken und Winkel.
Ausserdem steht eine Führung in einem kleinen, privaten Nähmaschinenmuseum (museewassmer.com) auf dem Programm.
Sie erhalten die Citycard für Fribourg, mit der Sie nach dem offiziellen Ende dieses Tages kostenfrei verschiedene Museen in Fribourg, z. B. das Espace Jean Tinguely & Niki de Saint Phalle, besuchen können.

Kantonshauptstadt Zürich

Daten / Zeit

Donnerstag, 3. September

Dienstag, 8. September

Freitag, 11. September

Montag, 21. September
Freitag, 25. September

Mittwoch, 30. September 2020,
jeweils ganzer Tag

Kosten:

CHF 90.–, Gast CHF 120.–, exkl. Anreise,
inkl. Café und Gipfeli im Restaurant Clouds im Prime-
tower, Mittagessen mit Selbstbedienung (Menü nach Wahl, Getränk, Tagesdessert, Kaffee) im Dozentenfoyer der ETH und inkl. der beiden Führungen in Zürich West und in der Altstadt

Anmeldeschluss:

Freitag, 14. August 2020

  Zur Anmeldung

In Zürich gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Zürich-West hat sich zum Hotspot für Nachtschwärmer und Trendbewusste gemausert, aber auch viele Firmen haben sich dort angesiedelt. Darum ist am Morgen nach dem Znüni im Restaurant Clouds im Primetower eine Führung in Zürich West geplant. Auf dieser Führung wird das einstige Industrieviertel mit seinen architektonischen Kontrasten zwischen Alt und Neu erkundet, es werden erfolgreiche Umnutzungen präsentiert und ein Blick zurück auf die faszinierende Geschichte dieses aufstrebenden Stadtviertels geworfen.
Das Mittagessen mit Selbstbedienung nehmen wir im Dozentenfoyer der ETH Zürich an der Rämistrasse ein, von dort geniessen Sie durch die grossen, raumhohen Fenster und auf der grossen Terrasse einen wunderbaren Blick über die Stadt, den See, die Alpen und den Uetliberg bis in das Limmattal. Das Foyer ist normalerweise nur Angehörigen der Universität und der ETH zugänglich, öffnet aber für uns ausnahmsweise die Türen.
Am Nachmittag ist eine Führung durch die Altstadt mit ihren versteckten Gassen, Winkeln und Oasen vorgesehen. Dabei wird unter anderem das Geheimnis der Bahnhofstrasse ans Licht gebracht und erklärt, was es mit der «Prozessionsachse» auf sich hat oder bei welcher Kirche der Minutenzeiger einen rekordverdächtigen halben Meter pro Minute vorspringt.

 

Teilen Sie Ihr (Bild-)Wissen mit uns (Crowdsourcing)!

Dozentin:

Nicole Graf, Nicole Graf,
Leitung Bildarchiv der ETH-Bibliothek Zürich

Daten / Zeit:

Dienstag, 1. Dezember 2020, 9.30–13.00 Uhr, oder
Mittwoch, 9. Dezember 2020, 9.30–13.00 Uhr

Ort:

ETH Zürich Zentrum, Rämistrasse 101

Kosten: keine, Informationen dazu siehe unten im Text
Anmeldeschluss

Freitag, 13. November 2020

  Zur Anmeldung

Das Bildarchiv der ETH-Bibliothek in Zürich besitzt einen sehr grossen Bilderschatz an dokumentarischer Fotografie: das sind unzählige Luftbilder aus über 100 Jahren, u.a. von Walter Mittelholzer; das Swissair-Fotoarchiv; die Bilder der ehemaligen Zürcher Fotoagentur Comet Photo AG; das Archiv der Stiftung Schweizer Industriekultur; oder die Dokumentation von Forschung und Reisen von ETH-Professorinnen und ETH-Professoren ab 1860. Über eine halbe Million Bilder sind online für jedermann kostenlos verfügbar. Aber, nicht alle Bilder sind präzise beschriftet! Helfen Sie uns deshalb mit beim Beschriften der Bilder auf unserer Bilddatenbank E-Pics Bildarchiv Online (http://ba.e-pics.ethz.ch). Sie können uns auch helfen, Bilder zu georeferenzieren, also mit Geokoordinaten zu versehen, das geht ganz einfach und auf spielerische Weise auf der innovativen Plattform sMapshot (https://smapshot.heig-vd.ch/ethz).
Diese Form von Freiwilligenarbeit nennt sich Crowdsourcing. Die Teilnehmenden werden in das Crowdsourcing eingeführt, mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattet und lernen während dem Kurs am zur Verfügung gestellten PC, das neue Wissen anzuwenden.

Kosten für diese Veranstaltung
Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Partizipativen Wissenschaftsakademie und dem Citizen Science Center angeboten. Die Teilnahmegebühr in Höhe von CHF 30.- pro Person werden für Sie von diesen Einrichtungen übernommen.
 

Akrobaten der Linie: Agostino Carracci und Hendrick Goltzius in der Graphischen Sammlung ETH Zürich

Einführung:

Dr. Susanne Pollack,
Graphische Sammlung ETH Zürich, Konservatorin

Einführung,

Datum und Zeit

Donnerstag, 10. September 2020, 14.00 – ca. 16.00 Uhr
 

Führungen,

Daten und Zeit

Mittwoch, 16. September,
10.00–11.30 oder 14.00–15.30 Uhr


Mittwoch, 30. September,
10.00–11.30 oder 14.00–15.30 Uhr

Ort: Einführung und Führungen: ETH Zürich Zentrum
Kosten:

CHF 55.–, Gast CHF 85.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 21. August 2020

  Zur Anmeldung

Schlaffe Haut, schimmernde Seide, glänzende Rüstungen, weiches Fell, vor Hitze flirrende Luft, Schatten von Glas, ja sogar Farbtöne, Nähe und Ferne – all das dargestellt auf einem weissen Blatt mit nichts als schwarzen Linien. Wie soll das gehen? Die Kupferstiche von Agostino Carracci (1557–1602) und Hendrick Goltzius (1558–1617) zeigen, dass das unmöglich Scheinende vollbracht werden kann. Kein Text lässt sich über diese beiden Akrobaten der Linie finden, der ohne die Worte virtuos und meisterhaft auskäme. So wie Hendrick Goltzius der tonangebende Kupferstecher des 16. Jahrhunderts im Norden war, so war es der gleichaltrige Agostino Carracci im Süden. Zu Recht gelten beide bis heute als herausragende Meister. Sie haben nicht nur in technischer Hinsicht Revolutionäres geleistet, sondern auch mit der häufig unkonventionellen Wahl ihrer Bildinhalte das Medium des Kupferstichs nachhaltig geprägt. In der Vorlesung werden wir die verblüffenden Pa-rallelen in Leben und Werk dieser beiden grossen Stars des Kupferstichs herausarbeiten, unsere Augen für die technische Raffinesse ihrer Meisterwerke schärfen und uns von den originellen Bildinhalten überraschen lassen. Der Besuch im Studiensaal der Graphischen Sammlung ETH Zürich bietet dann Gelegenheit zum intimen Kunstgenuss: Hier werden wir hochkarätige Originale von Carracci und Goltzius ohne Glas und Rahmen unter die Lupe nehmen.

Public Health, Ethik und Vertrauen

Dozenten:

Dr. Caroline Brall, Postdoc Health Ethics & Policy Lab, ETH Zürich, und Vorstandsmitglied Open Mind Institute
Dr. Felix Gille, Postdoc Health Ethics & Policy Lab, ETH
Zürich, und Vorstandsmitglied Open Mind Institute

Daten / Zeit:

Dreiteilig:

Montag, 28. September, 5. und 12. Oktober 2020, 15.00–17.00 Uhr

Ort:

ETH Zürich Zentrum

Kosten:

CHF 80.–, Gast CHF 110.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 4. September 2020

  Zur Anmeldung

Öffentliche Gesundheit – oder auch Public Health, wie der Fachbereich genannt wird – betrifft uns alle. Im Unterschied zu Besuchen beim Arzt, versucht Public Health die passenden Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem zu schaffen, damit Krankheit vorgebeugt und Gesundheit gefördert werden kann. Die Sonderveranstaltung hierzu gliedert sich in drei Teile und befasst sich mit folgenden Themen:
Was ist Public Health und wieso ist sie wichtig? Nicht erst nach der aktuellen Covid-19-Pandemie erlangt Public Health besondere Bedeutung. Wir zeigen warum sie entscheidend ist für eine gerechte und universelle Gesundheitsversorgung.
Wieso ist Ethik im Gesundheitswesen wichtig und welchen moralischen Herausforderungen stehen Akteure im öffentlichen Gesundheitswesen gegenüber? Anhand von Beispielen beleuchten wir Ethik im Gesundheitswesen und erläutern Checklisten für ethische Entscheidungsfindungen.
Welche Rolle spielt das Vertrauen der allgemeinen Bevölkerung für gut funktionierende Gesundheitssysteme? Wir diskutieren Elemente und Bedingungen für Vertrauen in Gesundheitssysteme und wie es gestärkt werden kann.

Interdisziplinäres Begleitseminar zu den Vorlesungen der UZH3 Senioren-Universität

Dozent:

Prof. Dr. Mike Martin, Ordinarius für Gerontopsychologie und Gerontologie, Universität Zürich

Daten / Zeit

Donnerstag, 1. Oktober
Dienstag, 6. Oktober
Dienstag, 13. Oktober
Dienstag, 20. Oktober
Dienstag, 17. November
Dienstag, 24. November
Dienstag, 1. Dezember
Dienstag, 8. Dezmber
Dienstag, 15. Dezember 2020
16.00 - 17.00 Uhr
 

Ort:

Universität Zürich Irchel

Kosten:

CHF 100.–, Gast CHF 130.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 11. September 2020

 

Zur Anmeldung

Dieses Seminar wird erstmals durchgeführt. Es dient dem vertieften Vergleich von wissenschaftlichen Methoden unterschiedlicher Disziplinen. Darüber hinaus sollen Forschungskonzepte und -ergebnisse im Hinblick auf verschiedene wissenschaftliche Gütekriterien diskutiert werden. Ziel ist die detaillierte Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesungen an den Seminartagen. Der Besuch der entsprechenden vorherigen Vorlesungen ist Voraussetzung für die Teilnahme. Für die Teilnahme am Seminar sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich, diese werden im Seminar selbst vermittelt.
Die kritische Auseinandersetzung mit Forschungskonzepten, Theorien, Methoden, Ergebnissen und deren Interpretationen ist alltägliches Geschäft von Forschenden. Sie begutachten als «Peers» die eingereichten Arbeiten oder Anträge von Fachkolleginnen und -kollegen. Im Seminar werden die dabei gemachten Schritte als Leitfaden für die Diskussion von Forschungsbefunden vermittelt. Anschliessend werden diese auf die Vortragsinhalte des Tages angewendet. Es wird erarbeitet, wo die grundlegenden Unterschiede, Möglichkeiten und Limitationen bestimmter Methoden und Konzepte liegen können und welche weiterführenden Forschungsfragen sich gerade im Vergleich zwischen verschiedenen Disziplinen ergeben.

Die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT)

Dozenten:

Ede Andráskay, dipl. Bau-Ing. ETH/SIA, und
Dieter Schwank, Advokat, Exec. MBA HSG,
CEO AlpTransit Gotthard AG

Datem / Zeit

Mittwoch, 21. Oktober, und
Mittwoch, 4. November 2020

14.00 - 16.00 Uhr

Ort:

Universität Zürich Zentrum

Kosten:

CHF 55.–, Gast CHF 85.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 2. Oktober 2020

  Zur Anmeldung

1. Vortrag: Mittwoch, 21. Oktober, Ede Andráskay
Vom Saumweg bis Basistunnel. 2000 Jahre Alpenübergang
Um von Nord-Europa nach Süden zu gelangen, muss man die Alpen irgendwie überwinden. Der wichtigste der Schweizer Alpenübergänge ist der Gotthard. Wie archäologische Funde zeigen, haben schon die Römer den Gotthard-Pass benützt. Im 16. Jahrhundert sind bereits 150 t. Güter über den Pass transportiert worden. Mit dem Aufblühen des Tourismus und der Zunahme des Güterverkehrs musste man zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert die Kapazität des Gotthards stetig erhöhen. Der Vortrag zeigt die einzelnen Meilensteine dieser Entwicklung – eine «Art technische Geschichte des Gotthards.»


2. Vortrag: Mittwoch, 4. November, Dieter Schwank
Der Ceneri-Basistunnel – Erfolgsfaktoren bei Planung, Bau und Inbetriebsetzung

Mit einer Länge von 15.4 km ist der Ceneri-Basistunnel nach dem Gotthard- und dem Lötschberg-Basistunnel das drittgrösste Bauwerk der NEAT. Mit seiner Eröffnung am 4. September und der Inbetriebnahme im Dezember 2020 wird die Flachbahn durch die Schweizer Alpen Realität. Der Vortrag beleuchtet die Erfolgsfaktoren der Projektgeschichte

Franz Kafka: «... dass es das Leben ist, das mich stört; wie könnte mich denn sonst alles stören.» – Zum Verhältnis von Schreiben und Leben bei Franz Kafka

 

Dozent:

Dr. phil. Thomas Söder, Lehrer Kantonsschule Sursee

Daten / Zeit:

Freitag, 6., 13. und 27. November 2020, 14.00–16.00 Uhr

Ort:

Universität Zürich Zentrum

Kosten:

CHF 80.–, Gast CHF 120.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 23. Oktober 2020

 

Zur Anmeldung

Franz Kafka (1883–1924) war einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er ist berühmt für seine grotesken und zum Teil absurden Erzählungen und Romane. Die äussere, die wirkliche Biografie, zeichnet Lebensdaten und Lebenswege auf. Die fiktive Biografie, das innere Universum, ist umso reicher, abgründiger, bizarrer; man könnte sagen abenteuerlicher. Es ist ein Leben, das in Texten aufging, das sich fast schon willenlos den Texten auslieferte. Der Vortrag zeigt die enge Verbindung zwischen Schreiben und Leben, zwischen der äusseren und fiktiven Biografie Kafkas.
Teil 1: Beim ersten Termin werden die Thesen «Schreiben als Leben, aber Leben nur durch das Schreiben» eingehend behandelt.
Teil 2: Der zweite Termin beschäftigt sich mit der Interpretation: Das Urteil. Der Text entstand in der Nacht vom 22./23. September 1912, wenige Wochen nachdem Kafka Felice Bauer kennengelernt hatte. Es werden die Hintergründe aufgezeigt und der Text wird eingehend interpretiert.
Teil 3: Der dritte Termin stellt die beiden nachfolgenden Texte in den Fokus der Interpretation: «Vor dem Gesetz». Der Text erschien erstmals in dem Roman «Der Prozess», ist später dann herausgelöst worden. Wie in kaum einem anderen Text Kafkas spiegelt sich hier das Grundmuster Kafkaeschen Denkens. «Ein Landarzt». Die Erzählung gehört zu den kleineren, aber sehr bedeutungsreichen Erzählungen, die Kafka geschrieben hat.
Texte: Franz Kafka, Sämtliche Erzählungen, Fischer Verlag.

Semesterveranstaltung mit Schwerpunktthema Boden

Entdeckung der natürlichen Elemente

Der Boden - vielfältig und voller Leben

Thema

Schwerpunktthema 4:

Boden

Daten:

Die Daten finden Sie bei den einzelnen Veranstaltungen

Kosten:

Alle sieben Veranstaltungen:

CHF 280.–, Gast CHF 420.–

(anstatt CHF 310.--, Gast CHF 520.--)

Die Kosten für die Einzelveranstaltungen finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung

Anmeldeschluss Gesamtpake:

Freitag, 7. August 2020

  Zur Anmeldung für das Gesamtpaket (alle 7 Veranstaltungen)

Nachdem in den vergangenen Semestern vielfältige Veranstaltungen zu den Themen Wasser, Feuer und Luft angeboten wurden, folgen in den kommenden Monaten Aktivitäten zu Boden und Erdreich. Das ist das Vierte der natürlichen Elemente, das vorgestellt wird und diesen Zyklus zu den natürlichen Elementen abschliesst.
Expedition ins Erdreich
Gesunde Böden sind ökologisch und ökonomisch von grosser Bedeutung: als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Grundlage für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen. Böden sind wahre Multitalente. Und doch treten wir sie täglich mit Füssen – dabei sollte dieses kostbare Gut auf Händen getragen werden. Wir laden Sie zu einer Expedition ins Erdreich ein. Erleben Sie an den zahlreichen Veranstaltungen, Spaziergängen, Führungen und Vorträgen wie Böden tote organische Materie in Nährstoffe umwandeln und so den Kreislauf des Lebens schliessen. Sie erhalten Einblick in die Entstehung der ersten Böden, erfahren Faszinierendes über die enorme Vielfalt an Lebewesen, die sich im Erdreich tummeln. Gemeinsam erkunden wir die Wunderwelt Boden und befassen uns mit dem ABC der Böden.

Veranstaltung 1: Von Baum zu Baum Ein wesentlicher Teil des Baumes versteckt sich im «Erd»boden. Dort schauen wir hin.

Dozentin:

Walburga Liebst, Dr. sc. nat., Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik der Universität Zürich

Datem / Zeit:

Mittwoch, 26. August 2020, 10.00–12.00 Uhr, oder
Mittwoch, 2. September 2020, 10.00–12.00 Uhr

Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Ort: Alter Botanischer Garten Zürich
Anmeldeschluss:

Freitag, 7. August 2020

 

Zur Anmeldung

Die Strassenbäume in Zürich haben es heutzutage nicht leicht: Trockenheit und sommerliche Hitze, unnatürliches Material und verdichtete Böden erfordern intensive Pflege durch die Stadtgärtner und verkürzen dennoch oft die Lebensdauer der Bäume. Bezüglich des Bodens haben es die Bäume in den Grünanlagen der Stadt, z. B. im Alten Botanischen Garten, viel besser. Seit der Eröffnung im Jahr 1837 gedeihen auf dem alten Moränenhügel einheimische und fremdländische Baumarten, einige der Bäume sind wahrscheinlich so alt wie der Garten selbst.
Der Besuch im Alten Garten gilt dem beachtenswerten Baumbestand, von weither sichtbar durch die Kronen, die in den Himmel ragen. Genauso bedeutsam wie die mächtigen Kronen ist das unterirdische Wurzelwerk. Es verankert den Baum im Boden, nimmt Wasser und Nährstoffe auf und steht in Kontakt mit zahllosen Lebewesen, die den Boden belüften, organische Stoffe abbauen und die Pflanzen mit Nährstoffen versorgen. Mit etwas Glück und mit Hilfe einiger Bodenproben entdecken wir einige dieser Organismen und machen uns Gedanken über ihre Bedeutung für den Boden und das Wachstum der Pflanzen.

Veranstaltung 2: Bodenwelten

Dozentin:

Dr. Beatrice Kulli, Bodenexpertin

Datum und Zeit:

Donnerstag, 10. September 2020, 10.00–11.30 Uhr

Ort:

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissen- schaften Wädenswil

Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss: Freitag, 28. August 2020
 

Zur Anmeldung

Besuch der Freiluftausstellung «Erdreich» auf dem ZHAW-Campus Grüental in Wädenswil. Die von der
Bodenexpertin Beatrice Kulli geführte Exkursion zum Thema Erdreich gibt Einblick in den Boden unter unseren Füssen. Sie erfahren, wie langsam Böden entstehen, welche Eigenschaften sie haben, wie vielfältig ihre Bewohner sind, was für Funktionen sie erfüllen und wie sie genutzt werden. So liefert der Boden die Grundlage für unsere Ernährung, dient als Filter für unser Trinkwasser, speichert Kohlenstoff und Nährstoffe, ist Lebensraum für unzählige Lebewesen – Insekten, Würmer, Mikroorganismen und Pilze. In einer einzigen Schaufel gesunder Erde existieren mehr Lebewesen als es Menschen auf der Erde gibt. Gleichzeitig dient der Boden auch als Baugrund für unsere Häuser und Infrastruktur. Was sind die möglichen Auswirkungen der intensiven Bodennutzung? Zusammenfassend erfahren Sie in diesem Referat die Grundlagen über die Entstehung und Ökologie von Böden und deren Schutz vor Gefahren.

Veranstaltung 3: Bergwerk Käpfnach in Horgen

Daten /  Zeit:

Freitag, 16. Oktober 2020, 13.00 – ca. 15.30 Uhr
Mittwoch, 28. Oktober 2020, 10.00 – 12.30 Uhr
Freitag, 30. Oktober 2020, 10.00 – 12.30 Uhr

Ort: Bergwerk Käpfnach Horgen
Kosten:

CHF 50.–, Gast CHF 80.–

Anmeldeschluss: Freitag, 25. September 2020
 

Zur Anmeldung

1548 wird die Käpfner Kohle in der Stumpf’schen Chronik erstmals erwähnt. 1708 wird erstmals für 20 Jahre planmässig Kohle abgebaut. 1784 wird auf Geheiss der Zürcher Obrigkeit in Käpfnach ein Bergwerk errichtet, das 1911 liquidiert wird. Nach einer erfolgreichen Abbautätigkeit während der Weltkriege im 20. Jahrhundert wird das Unternehmen im Januar 1947 endgültig stillgelegt.
Im Bergbaumuseum wird ein Film über das Bergwerk abgespielt. Vitrinen und Mikroskop laden ein zum Verweilen. Eine Bergwerkführerin oder ein Bergwerkführer fährt die Gäste mit der Stollenbahn durch das 1,4 km lange Stollennetz. Ein kurzer Gang zu einem Abbauschlitz lässt erahnen, unter welch schweren Bedingungen die Kohle abgebaut wurde.
Dreihundert Meter tief im Berg und von 33 Metern Fels überdeckt werden uns ein Stollentrunk und ein kleiner Imbiss serviert.
Personen, die unter Platzangst leiden, raten wir von der Stollenfahrt ab.
Das Bergwerk ist nicht rollstuhlgängig.

Veranstaltung 4: Das Ökosystem Boden. Da steckt Leben drin

Dozentin:

Gabriella Rabner, Umweltingenieurin ZHAW

Datum und Zeit:

Dienstag, 3. November 2020, 10.00–ca. 12.00 Uhr

Ort:

Stadtgärtnerei Zürich

Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 16. Oktober 2020

 

Zur Anmeldung

Der Boden muss als die am wenigsten gewürdigte natürliche Ressource bezeichnet werden. Dabei bildet er zusammen mit der Luft, dem Wasser und der Biodiversität unsere wichtigste Lebensgrundlage. Wir laufen tagtäglich darauf und wissen doch kaum etwas über ihn. Als Boden wird die oberste, etwa einen Meter starke Deckschicht der Erdoberfläche bezeichnet. Der Boden bedeckt aber nicht einfach nur die Erde, sondern erfüllt sehr viele wichtige Funktionen. In diesem Übersichtsreferat zum Thema Erdreich und Boden erfahren Sie Spannendes über die Entstehung und Entwicklung der Böden sowie über die Bedeutung des Humus, die Zusammensetzung des Bodens, die Grundlagen des Pflanzenwachstums und die Bedrohungen für die Böden.
Der Boden als komplexes Element ist nicht nur über einen rein naturwissenschaftlichen Zugang erschliessbar. Einen prominenten Platz hat der Boden zum Beispiel in Märchen, Mythengeschichten und Kunst eingenommen. Was hat es mit dem magischen Tun von Erdgeistern und Erdwesen auf sich? Sie sind der Erde und ihren Schätzen besonders nah, indem sie Heilpflanzen sammeln, Edelsteine verarbeiten, Schätze bewachen und Geheimnisse hüten.

Veranstaltung 5: Funde im Boden – Einblicke in die archäologische Forschung

Dozent:

Dr. Ueli Brunner, ehemaliger Dozent am Geographischen
Institut der Universität Zürich, Mitarbeiter beim Deutschen Archäologischen Institut, Orientabteilung

Daten / Zeit:

3 x Mittwoch:
11., 18., 25. November 2020, 14.00–16.30 Uhr

Ort:

Voraussichtlich Universität Zürich, Campus Irchel

Kosten:

CHF 110.–, Gast CHF 140.–
(inkl. umfangreiches Manuskript)

Anmeldeschluss:

Freitag, 23. Oktober 2020

 

Zur Anmeldung

Die Archäologie entwickelte sich vom Suchen von Relikten im Boden zu einer umfassenden, exakten Naturwissenschaft. Eine zentrale Aufgabe der Archäologie ist das Dokumentieren der Bodenstruktur und der freigelegten Funde. Anhand vieler Beispiele aus der Schweiz und dem Ausland werden die Arbeitsweise und die Möglichkeiten der Archäologie vorgestellt. Auch auf das Herausfiltern von Ergebnissen aus den Grabungsbefunden wird eingegangen. Ein Schwerpunkt wird ebenfalls die Prospektion, also das Auffinden von potentiellen Grabungsstätten, bilden. Die Satelliten- und Luftbildinterpretation ist heute eine wichtige Hilfe für die Archäologie. Ein Manuskript lädt zum Nachlesen ein.

Veranstaltung 6: Erdboden – Tore zur Unterwelt

Dozenten:

Roland Jeanneret, Journalist, Buchautor, Kommunikations-
fachmann und ehem. «Mister Glückskette»

Datum und Zeit:

Montag, 7. Dezember 2020, 14.00–16.00 Uhr

Ort: Universität Zürich Zentrumg
Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 20. November 2020

 

Zur Anmeldung

Wenn wir unterwegs sind, nimmt kaum jemand den Boden unter seinen Füssen wahr. Nicht so unsere beiden Referenten:
Roland Jeanneret führt Sie in seiner redegewandten Art durch seine Bodenbilder-Fotografien, die er aus aller Welt zusammengetragen hat. Während über 30 Jahren hielt er mit Auge und Kameraobjektiv zahllose Sujets fest und entdeckte, dass jeder Quadratmeter Boden seine Geschichte hat. Boden, den wir achtlos wortwörtlich übergehen, weiss viel zu erzählen…
Lukas Müller, Dolendeckel-Forscher, hegt und pflegt ein Archiv mit Fotos von Dolen ebenfalls aus der ganzen Welt. Er zeigt Kostproben seiner reichhaltigen Sammlung und berichtet über sein ungewöhnliches Spezialgebiet. Schacht- und Kanaldeckel sind bemerkenswerte industriearchäologische Zeitzeugen und wertvolle historische sowie kulturelle Zeugen, die einen spannenden Einblick in das Thema «Tore zur Unterwelt» ermöglichen. Die Eingänge (Dolendeckel, Gully) gehören zu den bedeutsamen Merkmalen, die eine Stadt individuell und unverwechselbar machen.

Veranstaltung 7: Einsatz für den Erhalt fruchtbarer Böden im Kanton Zürich

Dozentin:

Ivana Oberhänsli, Wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Kanton Zürich, Amt für Landschaft und Natur, Fachstelle
Bodenschutz

Datum und Zeit:

Donnerstag, 21. Januar 2021, 14.00–16.00 Uhr

Ort: Universität Zürich Zentrumg
Kosten:

CHF 30.–, Gast CHF 60.–

Anmeldeschluss:

Freitag, 1. Januar 2021

 

Zur Anmeldung

Die vielfältigen Böden im Kanton Zürich haben sich über viele tausend Jahre entwickelt und sind in den letzten Jahrzehnten unter starken Druck geraten. Gefahren für die langfristige Fruchtbarkeit der Böden sind neben der fortschreitenden Versiegelung Schadstoffbelastungen, Verdichtung, Erosion, Humusverlust oder Versauerung. Unsere Aufgabe besteht darin, die lebenswichtige und zunehmend knappe Ressource Boden vor Belastungen zu schützen und die verschiedenen Funktionen der Böden zu erhalten. Wir überwachen die Böden, informieren und beraten zu unterschiedlichen Themen und setzen uns für einen sachgerechten Umgang ein.
Im Referat zeigen wir auf, was der gesetzliche Auftrag der Fachstelle Bodenschutz des Kantons Zürich beinhaltet und wie wir diesen umsetzen. Wir bieten Ihnen einen Einblick in unsere vielseitigen Handlungsfelder und spannenden Vollzugs- sowie Überwachungstätigkeiten. Ausserdem möchten wir mit Ihnen diskutieren, inwiefern es eine ganze Gesellschaft dazu braucht, die aktuellen und künftigen Herausforderungen zum Schutz unserer Lebensgrundlage gemeinsam zu meistern!

Machen Sie Ihrem Kopf Beine

Dozentin:

Angela Brändli,
Gedächtnistrainerin SVGT,
Erwachsenenbildnerin SVEB 1

Daten:

Kurs 1: Donnerstag, 5., 12. und 19. November 2020
Kurs 2: Dienstag, 1., 8. und 15. Dezember 2020

Zeit:

10.30–12.45 Uhr
(Je nach Verfügbarkeit der Kursräume ist die Anfangszeit möglicherweise 1–2 Std. später.)

Ort:

Universität Zürich, voraussichtlich UZH Zentrum

Kosten:

CHF 140.--, Gast CHF 170.--

Anmeldeschluss:

Beide Kurs ausgebucht. Es besteht eine Warteliste

Kurs 1: Freitag, 16. Oktober 2020
Kurs 2: Freitag, 20. November 2020

 

Zur Anmeldung auf die Warteliste

Vielleicht geht es allen Menschen ähnlich und vermutlich haben Sie sich auch schon geärgert, wenn Sie etwas Wichtiges vergessen haben oder den Schlüssel oder die Vielleicht geht es allen Menschen ähnlich und vermutlich haben Sie sich auch schon geärgert, wenn Sie etwas Wichtiges vergessen haben oder den Schlüssel oder die Brille nicht wiederfinden, weil Sie sie gedankenlos irgendwo hingelegt haben. Dagegen können Sie ganz bewusst etwas unternehmen. Schwerpunkte in diesem Kurs sind: Allgemeine Informationen zur Funktion des Gehirns, Namens- und andere Merkstrategien, bewusstere Wahrnehmung, Verbesserung der Konzentration und Merkfähigkeit, Trainingsmöglichkeiten, Tipps und Tricks für den Alltag und anderes. Und ganz bestimmt kommt der Humor in diesem Kurs nicht zu kurz, denn «dem Kopf Beine zu machen» bedeutet Spass, fördert nebenbei die sozialen Kontakte und steigert die Lebensqualität. Vorkenntnisse sind nicht nötig, erwartet wird die Bereitschaft, mitzuarbeiten, im Denken und Handeln gewohnte Pfade zu hinterfragen und Neues kennen zu lernen. Der Kurs ist grösstenteils eine Wiederholung der Gehirntrainingskurse der letzten Jahre.