Herbstsemester 2021

Die Vorlesungen finden als Präsenzveranstaltungen an der Universität Zürich Irchel statt. Zusätzlich werden die Vorlesungen per Zoom/Livestream auf die Plattform  myUZH3 übertragen.

 

Dienstag, 28. September 2021

Paarbeziehungen im Alter

Prof. Dr. Guy Bodenmann, Philosophische Fakultät, Psychologisches Institut, UZH

Im Vortrag werden verschiedene Aspekte langjähriger Partnerschaften thematisiert, so die Themen Liebe, Sexualität, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung, aber auch neue Paarbeziehungen nach Scheidung oder Verwittwung im Alter. Mythen und Fakten bezüglich Paarbeziehungen im Alter werden auf den Prüfstand gestellt und Antworten zur Frage gegeben, was es braucht, damit Paare im Alter glücklich bleiben.

Literaturangabe:
http://www.beobachter.ch/buchshop/zusammenleben-familie/shop-produkt/was-paare-stark-macht/

 

Donnerstag, 30. September 2021

Mit Antikörpertests zur Erforschung der Corona-Pandemie in der Schweiz

PD Dr. Anja Frei, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI), UZH

Das schweizweite Forschungsprojekt Corona Immunitas erforscht mittels SARS-CoV-2 Antikörpertests die Immunität in der Bevölkerung. Dazu wurde bis jetzt das Blut von über 50‘000 Studienteilnehmenden untersucht. Dieser Vortrag befasst sich mit den Fragen: Weshalb wird ein so grosses Projekt durchgeführt? Wie wird es organisiert? Und wie viele Personen aus der Bevölkerung und unterschiedlich exponierten Gruppen wurden über die Zeit hinweg mit dem Virus infiziert?

 

Dienstag, 5. Oktober 2021

03. Zürcher Längsschnittstudien zu Coronainfektionen bei Kindern sowie infizierten und geimpften Personen im Kanton Zürich

Prof. Dr. Milo Puhan, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI), UZH

Dieser Vortrag wird Resultate zu drei, auch im internationalen Kontext speziellen Studien erläutern und einen Blick hinter die Kulissen von solchen Studien geben. Die «Ciao Corona» - Schulstudie untersucht die Ausbreitung des Coronavirus bei Schulkindern, was für Entscheide bezüglich Schulschliessungen in der Schweiz sehr wichtig war. Die «Zwillingsstudien», bestehend aus der Zürcher Coronavirus Infektions-Kohorte und Zürcher Coronavirus Impf-Kohorte, erlauben einen Vergleich der Immunantwort nach Infektion und Impfung und informieren über die Impfstrategie in der Schweiz.

 

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Die Erforschung der Planetenentstehung mit dem VLT Planet Finder

Prof. Dr. Hans Martin Schmid, Dep. Physik, Institut für Teilchen- und Astrophysik, ETH Zürich

Das neue “Planet Finder” Instrument am Very Large Telescope in Chile ist ein adaptives Optiksystem zur detaillierten Untersuchung von extra-solaren Planetensystemen. Damit können wir heute Scheiben um Sterne untersuchen in denen Planeten entstehen. Es wird illustriert, wie ein solches Gerät funktioniert, und was noch fehlt um in Zukunft mit dieser Technik nach ausserirdischem Leben zu suchen.

Literaturangabe:
Spektrum Kompakt, Exoplaneten - Fahndung nach extrasolaren Welten, 2020

 

Dienstag, 12. Oktober 2021

Mohs-Chirurgie - Hautkrebs nachhaltig und ästetisch behandeln

PD Dr. med. Severin Läuchli, Medizinische Fakultät, Dermatologisches Zentrum Zürich, UZH

Die Mohs-Chirurgie ist ein Verfahren, bei dem der Operateur das exzidierte Gewebe intraoperativ mikroskopisch untersucht, sodass verbleibende Tumoranteile exakt lokalisiert und entfernt werden können. Damit kann die häufigste Krebsart, das Basalzellkarzinom, so behandelt werden, dass eine Heilungsrate von 99 % erzielt wird bei gleichzeitig kleinstmöglichem Defekt und damit ästhetischem Resultat.

Literaturangabe:
Läuchli, S (2014). Mohs-Chirurgie : Optimale Radikalität und Ästhetik in der Behandlung von Hauttumoren. Schweizer Zeitschrift für Dermatologie Ästhetische Medizin, 4:3-6.

https://zora.uzh.ch/id/eprint/108907/1/L%C3%A4uchli%20S%20-%20SZD%202014.pdf

 

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Warum haben Probleme keine einfachen Lösungen?

Prof. Dr. Frank Schweitzer, Dep. Management, Technologie und Ökonomie, ETH Zürich

Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Ökonomie sind aus wissenschaftlicher Sicht "frustrierte" Probleme. Anstelle einer perfekten Lösung gibt es eine Vielzahl mehr oder weniger schlechter Lösungen. Die Wissenschaft komplexer Systeme hilft uns zu verstehen, warum bessere Lösungen nicht erreicht werden können und wie wir damit umgehen.

 

 

Bitte beachten Sie die kurzfristige Programmänderung :

 

Dienstag, 19. Oktober 2021

NEU:
Loslassen und Festhalten

Prof. Dr. Mathias Allemand, Philosophische Fakultät, Psychologisches Institut & UFSP Dynamik Gesundes Altern, UZH

Abschiede, Übergänge und Neuanfänge begleiten uns ein Leben lang. Das Leben aufräumen, Ausgedientes loswerden oder Belastendes abschütteln fällt uns oft schwer. Im Vortrag geht es um folgende Fragen: Was ist Loslassen und wie funktioniert es? Was sind Gründe und Folgen des Festhaltens? Wie gelingt das Loslassen, kann man das lernen? Welche Rolle spielt das Loslassen beim Älterwerden?

 

Das folgende, für Dienstag, 19. Oktober vorgesehene Referat wird neu am Donnerstag, 9. Dezember gehalten:

Quantifizierung von Zuverlässigkeit in der medizinischen Statistik

PD Dr. phil. Malgorzata Roos, Medizinische Fakultät, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, UZH

lm Rahmen des Vortrages wird spielerisch auf die Grundlagen der beschreibenden Statistik und auf die neuesten statistischen Verfahren eingegangen. Anhand medizinischer Beispiele werden die Quantifizierung der Zuverlässigkeit und ihre Bedeutung veranschaulicht. Damit werden Einblicke in die Arbeit eines Statistikers und die Zusammenarbeit zwischen der Medizin und der Statistik vermittelt.

 

 

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Suchttherapie im Internet: geht das?

Prof. Dr. Michael Schaub, Philosophische Fakultät, Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF, assoziiertes Institut der UZH

Menschen mit Suchterkrankungen merken oft spät, dass sie eine Behandlung benötigen würden oder wissen es eigentlich, aufgrund von Angst vor Stigmatisierung unternehmen sie aber nichts. Hier bietet das Internet geeignete, anonyme und wirksame Ansätze. Der Vortrag wird Hintergründe und aktuelle Beispiele von Internet- und App-basierten Angeboten vorstellen sowie deren Chancen und Risiken ergründen.

 

Dienstag, 26. Oktober 2021

Wenn das Lungenröntgen nicht ausreicht: Neuerungen in der Bildgebung des Thorax

Prof. Dr. Thomas Frauenfelder, Medizinische Fakultät, Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, UZH

Das konventionelle Thoraxröntgen ist nach wie vor die häufigste Röntgenuntersuchung weltweit. Jedoch hat die Methode ihre Limitation. In den letzen Jahren wurden deutliche Fortschritte mittels Magnetresonanztomographie und Computertomographie zur Darstellung von Lungenmorphologie bzw. –pathologien erzielt. Des Weiteren unterstützt die künstliche Intelligenz den Radiologen bei der Diagnosestellung.

 

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Keine Worte für Gefühle

Prof. Dr. Michael Rufer, Medizinische Fakultät, Klinik für Psychiatrie, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, UZH

Wenn Menschen eigene Gefühle nur als diffuse Erregung wahrnehmen und schlecht zwischen körperlichen Empfindungen und Gefühlen unterscheiden können, spricht man von Alexithymie. Alexithyme Eigenschaften beeinflussen den Alltag und spielen bei vielen psychischen und körperlichen Erkrankungen eine Rolle. Durch gezielte psychotherapeutische Interventionen lassen sich alexithyme Merkmale reduzieren.  

Literaturangabe:
Rufer M (2019), Psychotherapie bei Alexithymie: Grundlagen und Praxis am Beispiel des psychosomatischen Schwindels. In: Böker H, Hoff P, Seifritz E (Hrsg) Psychosomatik heute: Psychosomatik in Klinik und Forschung. Hogrefe, Bern: 171-182

Rufer M, Jenewein J (2009, Alexithymie und Psychotherapie. Psychodynamische Psychotherapie, 8:34-46

Grabe HJ, Rufer M (Hrsg) (2009), Alexithymie: Eine Störung der Affektregulation. Konzepte, Klinik und Therapie. Huber, Bern

 

Dienstag, 2. November 2021

Weder Körperkult noch Körperverachtung - Theologische Impulse zur Leiblichkeit

Prof. Dr. Ralph Kunz, Theologische Fakultät, UZH

Treiben Sie Sport? Achten Sie auf Ihr Gewicht?... Wer auf seine Gesundheit achtet, trainiert und verzichtet. Körperkult und Körperzucht sind Zwillinge. Ist das religiös? Hat nicht das Christentum eine Kultur der Körperverachtung mitgeprägt?  Woher kommt der Sport? Welche Hoffnung steckt im Auferstehungsglaube? Wie körperlich ist die christliche Liebe gemeint?  Wir gehen auf Entdeckungsreise!

Literaturangabe:
Hans-Martin Rieger, Leiblichkeit in theologischer Perspektive, Stuttgart 2019

Andrea Bieler, Verletzliches Leben, Göttingen 2017

 

Donnerstag, 4. November 2021

Solararchitektur - (Un-)begrenzte Möglichkeiten!

Dr. Illias Hischier, Dep. Architektur, ITA, Professur für Architektur und Gebäudesysteme, ETH Zürich

Die Energietransformation verlangt einen konsequenten und schnellen Ausbau der Fotovoltaik. Anhand der neusten Entwicklungen von Solarmaterialien werden Möglichkeiten und Chancen für die Architektur, neue Erscheinungsformen, sowie gelungene Beispiele aufgezeigt. Das Ziel ist ein Grundverständnis für das Entwerfen und Bauen mit neuen strom- und wärmegenerierenden Materialien zu entwickeln.

Literaturangabe:
Solarchitecture.ch, zahlreiche Informationen zu gestalterischen Aspekten der Solararchitektur, SUPSI, Swissolar und ETH Zürich, https://solarchitecture.ch/

Broschüre «Solare Architektur – jetzt und für die Zukunft» – Energie Schweiz, 2019, https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/9662

Building Integrated Solar Technology, Roland Krippner, Detail Green Books, 2017, https://issuu.com/detail-magazine/docs/978-3-95553-362-5_bk_en_greenbook_s?e=8753616/49868540

 

Dienstag, 9. November 2021

Klima neutrale Gebäude

Prof. Dr. Guillaume Habert, Dep. Bau, Unwelt und Geomatik, Lehrstuhl Nachhaltiges Bauen, ETH Zürich

In der Zeit des klimatischen Notstands hat auch die gebaute Umwelt ihre Rolle zu spielen. Können wir ein klimaneutrales Gebäude bauen? Würde es bedeuten, Beton zu verbieten und nur Holz zu verwenden? Der Vortrag zeigt die Vielfalt der Möglichkeiten, die mit Stroh, Holz und Beton möglich sind.

Literaturangabe:
Pittau F., Lumia G., Heeren N., Iannaccone G., Habert G. 2019. Retrofit as a carbon sink: the carbon storage potentials of the EU housing stock. Journal of Cleaner Production, 214, 365-376.

Röck M., Mendes Saade M.R., Balouktsi M., Nygaard Rasmussen F., Birgisdottird H., Frischknecht R., Habert G., Lützkendorf T., Passer A. 2020. Embodied GHG emissions of buildings – The hidden challenge for effective climate change mitigation. Applied Energy. 258, 114107. DOI: 10.1016/j.apenergy.2019.114107

 

Donnerstag, 11. November 2021

Urin- und Stuhlinkontinenz: moderne Abklärung und Behandlung am Beckenbodenzentrum des USZ

PD Dr. Cornelia Betschart Meier, Medizinische Fakultät, Departement für Gynäkologie, gemeinsam mit Departement für Urologie und Viszeralchirurgie, Universitätspital Zürich

Die Kontrolle über Blase und Darm ist ein Meilenstein im Kindesalter. Beim Verlust dieser Kontrolle werden Frauen und Männer am Beckenbodenzentrum des USZ umfassend von einem erfahrenen und auf Inkontinenz spezialisierten Team behandelt. Heutzutage stehen moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, worüber wie im Vortrag einen Überblick geben werden.

Literaturangabe:
Wenn die Blase reizt - heutiges Vorgehen in Diagnostik und Therapie bei Drangbeschwerden. Betschart, Cornelia; Perucchini, Daniele; Fink, Daniel; Scheiner, David (2019). Gynäkologie, 4:14-18, https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/181617/

Therapie bei Harninkontinenz im Alter – Chirurgie, Medikamente und weitere Ansätze. Scheiner, David; Ghisu, Gian-Piero; Perucchini, Daniele; Fink, Daniel; Betschart, Cornelia (2018). Hausarzt Praxis, 13(5):16-22. https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/166664/

Therapie Stuhlinkontinenz. Studer, Peter; Holzgang, Melanie; Lechleiter Antje; Brügger Lukas (2019) Swiss Med Forum, 19(2122):349-353, https://medicalforum.ch/article/doi/smf.2019.08242

 

Dienstag, 16. November 2021

Kulturgeschichte des Streikens in der Schweiz

Prof. Dr. Christian Koller, Philosophische Fakultät, Historisches Seminar, UZH und Schweizerisches Sozialarchiv

Die Schweiz ist heute - trotz Frauenstreik und gelegentlichen spektakulären Arbeitskämpfen - ein vergleichsweise streikarmes Land. Dies war nicht immer der Fall. Das Referat diskutiert die Entwicklung der Streiktätigkeit in der Schweiz seit den 1860er Jahren und stellt verschiedene wichtige Elemente der Streikkultur zur Zeit intensiver Arbeitskämpfe im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert vor. 

Literaturangabe:
Christian Koller: Streikkultur: Performanzen und Diskurse des Arbeitskampfes im schweizerisch-österreichischen Vergleich (1860–1950). Münster/Wien: Lit-Verlag 2009. URL: https://www.researchgate.net/publication/299280020_Streikkultur_Performanzen_und_Diskurse_des_Arbeitskampfes_im_schweizerisch-osterreichischen_Vergleich_1860-1950/link/5b7ad7f04585151fd12390ff/download

Roman Rossfeld/Christian Koller/Brigitte Studer (Hg.): Der Landesstreik: Die Schweiz im November 1918. Baden: Hier und Jetzt 2018. URL: https://www.hierundjetzt.ch/de/catalogue/der-landesstreik_18000006/

Christian Koller: Nicht-Arbeit als Waffe der Arbeit: Arbeit und Arbeitskampf in helvetischen Streikdiskursen, in: Brigitta Bernet/Jakob Tanner (Hg.): Ausser Betrieb: Metamorphosen der Arbeit in der Schweiz. Zürich: Limmatverlag 2015. S. 239-257. URL: https://www.researchgate.net/publication/278748626_Nicht-Arbeit_als_Waffe_der_Arbeit_Arbeit_und_Arbeitskampf_in_helvetischen_Streikdiskursen

 

Donnerstag, 18. November 2021

Die Magnetresonanztomographie beim Prostatakarzinom - seeing is believing

PD Dr. Olivio F. Donati, Medizinische Fakultät, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, UniversitätsSpital Zürich

Die Rolle der Magnetresonanztomographie (MRT) bei Patienten mit Verdacht auf Prostatakarzinom, der häufigsten Krebsart beim Mann, wird erläutert. Fortschritte in der Bildgebung ermöglichen seit neuestem, den Prostatakrebs zuverlässig zu visualisieren, wodurch sich neue Optionen in der Abklärung und der Therapiewahl beim Prostatakarzinom ergeben, welche die Über- und Unterdiagnose/-therapie reduzieren.

 

Dienstag, 23. November 2021

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer: Was bleibt?

Prof. Dr. Ulrike Zeuch, Philosophische Fakultät, Deutsches Seminar, UZH

Viel ist darüber geschrieben worden, welche Veränderungen der Fall der Mauer für Deutschland, Europa und die ganze Welt mit sich brachte. Im Vortrag soll es jedoch um die literarische Betrachtung gehen. Zu Wort kommen werden Autor*innen, die nach 1989 resümiert haben, was bleibt. Neben dem Rückblick werden die Bestandsaufnahme aus heutiger Sicht und die Erwartungen an die Zukunft Themen sein.

Literaturangabe:
Gunther Schnabl & Tim Sepp: 30 Jahre nach dem Mauerfall. Ursachen für Konvergenz und Divergenz zwischen Ost- und Westdeutschland

https://link.springer.com/article/10.1007/s41025-020-00191-3

Lutz Seiler: Stern 111

https://www.perlentaucher.de/buch/lutz-seiler/stern-111.html

Ines Geipel: Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass

https://www.perlentaucher.de/buch/ines-geipel/umkaempfte-zone.html

 

Donnerstag, 25. November 2021

Technologische Risiken im Recht

PD Dr. Seferovic Goran, Rechtswissenschaftliche Fakultät, UZH

Technologische Innovationen wie Geothermie, Nanotechnologie oder die Kernenergie sind mit Risiken für Mensch und Umwelt verbunden. Der mathematisch-technische Begriff des Risikos stellt die Rechtswissenschaft vor vielfältige Herausforderungen. Der Vortrag erörtert die Rolle des Rechts, bei der Frage, welches Risiko die Gesellschaft zugunsten technologischer Innovation bereit ist, zu akzeptieren.

Literaturangabe:
Steuerungsdefizite staatlicher Gesetzgebung in Bewilligungsverfahren der tiefen Geothermie, in: Sicherheit & Recht 2019, S. 140-152 (https://www.ius.uzh.ch/dam/jcr:90606c97-bf18-4739-a706-b81fcf2d3238/ABEGG_SEFEROVIC_SICHERECHT_3_2019_140-152.pdf)

 

Dienstag, 30. November 2021

Brauchen wir Tierversuche in der Forschung?

Prof. Dr. Stephan Neuhauss, Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät, UZH

Der Nutzen von Tierversuchen wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Auch an der Universität Zürich und dem Universitätsspital werden Tierversuche durchgeführt. Im Vortrag wird dargelegt, was Tierversuche sind, wie das Genehmigungsverfahren abläuft und welche Bedeutung ihnen für die biomedizinische Forschung zukommt.

 

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Zähne und Zahnabrieb - wie Säugetiere ihr Leben verlängern

Prof. Dr. Marcus Clauss, Vetsuisse-Fakultät, Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere, UZH

Der Vortrag erklärt, warum Kauen insbesondere für Pflanzenfresser essentiell ist, welche Anpassungen Säugetiere an das Kauen und die natürlich Nahrung entwickelt haben und welche Zahntypen dadurch entstanden sind, wie Zahnabrieb stattfindet, und welche Probleme es beim Zahnabrieb - zum Beispiel im Vergleich von Zoo und freier Wildbahn - geben kann.

Literaturangabe:
Clauss M, Franz-Odendaal TA, Brasch J, Castell JC, Kaiser TM (2007) Tooth wear in captive giraffes (Giraffa camelopardalis): mesowear analysis classifies free-ranging specimens as browsers but captive ones as grazers. Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38:433-445

 

Dienstag, 7. Dezember 2021

Posttraumatische Belastungsstörungen: Was hilft?

Prof. Dr. em. Ulrich Schnyder, Medizinische Fakultät, UZH

In der Folge traumatischer Erlebnisse können sich posttraumatische Belastungsstörungen und andere Traumafolgestörungen entwickeln. Sie bringen oft erhebliches und langdauerndes subjektives Leiden sowie Belastungen für das Umfeld mit sich. Es gibt jedoch gute Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere die sogenannte traumafokussierte Psychotherapie. In zweiter Linie stehen auch medikamentöse Optionen zur Verfügung.

Literaturangabe:
Schnyder U, Cloitre M (eds.) (2015) Evidence based treatments for trauma-related psychological disorders: A practical guide for clinicians. Springer International Publishing Switzerland (DOI: 10.1007/978-3-319-07109-1_1)

Schnyder U, Ehlers A, Elbert T, Foa EB, Gersons BPR, Resick PA, Shapiro F, Cloitre M (2015) Psychotherapies for PTSD: What do they have in common? European Journal of Psychotraumatology 2015, 6: 28186 - http://dx.doi.org/10.3402/ejpt.v6.28186

Maier T, Morina N, Schick M, Schnyder U (Hrsg.) (2019) Trauma - Flucht - Asyl. Ein interdisziplinäres Handbuch für Beratung, Betreuung und Behandlung. Hogrefe, Bern (ISBN 978-3-456-85829-6)

 

Bitte beachten Sie die Programmänderung:

Das folgende Referat wurde vom Dienstag, 19. Oktober auf Donnerstag 9. Dezember verschoben.

Donnerstag, 9. Dezember 2021

Quantifizierung von Zuverlässigkeit in der medizinischen Statistik

PD Dr. phil. Malgorzata Roos, Medizinische Fakultät, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, UZH

lm Rahmen des Vortrages wird spielerisch auf die Grundlagen der beschreibenden Statistik und auf die neuesten statistischen Verfahren eingegangen. Anhand medizinischer Beispiele werden die Quantifizierung der Zuverlässigkeit und ihre Bedeutung veranschaulicht. Damit werden Einblicke in die Arbeit eines Statistikers und die Zusammenarbeit zwischen der Medizin und der Statistik vermittelt.

 

Dienstag, 14. Dezember 2021

Von Menschen und Wölfen. Die Wiederkehr der Wölfe als Kulturthema

Prof. Dr. Bernhard Tschofen, Philosophische Fakultät, UZH

Die Wiederkehr der Wölfe in vielen Ländern Europas ist nicht allein eine ökologische Tatsache. Was Gesellschaften heute am Streitthema Wölfe verhandeln, wie die Tiere Räume und Ordnungen in Frage stellen und welche Rolle dabei das kulturelle Gedächtnis spielt, sind Themen dieses Vortrags. Er adressiert zudem Herausforderungen für eine die Grenzen zwischen Natur und Kultur überschreitende Forschung.

Literaturangabe:
Frank, Elisa; Heinzer, Nikolaus; Tschofen, Bernhard (2019): Wolfsbeziehungen. Eine Spurensuche. In: Ertener, Lara Selin; Schmelz, Bernd (Hg.): Von Wölfen und Menschen. Hamburg: Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt, S. 17-32. www.zora.uzh.ch/id/eprint/174305/

Fenske, Michaela; Tschofen, Bernhard (eds.) (2020): Managing the Return of the Wild. Human Encounters with Wolves in EuropeAbingdon/New York: Routledge.

Tschofen, Bernhard (2017): Der Wolf ist da. Warum seine Wiederkehr ein Menschenthema ist. In: Tschofen, Bernhard; Hächler, Beat (Hg.): Der Wolf ist da - eine Menschenausstellung. Bern: Alpines Museum der Schweiz, S. 5-10. https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/137894/

 

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Globalisierung verstehen

Dr. Bruno G. Rüttimann, Dep. Maschinenbau und Verfahrenstechnik, ETH Zürich

Globalisierung ist nicht gleich Globalisierung – verschiedene Formen existieren mit jeweils eigener rationaler Transaktionslogik. Eine Langzeitstudie zeigt, wie sich der Welthandel im Zeitraum 2003–2015 entwickelt hat und welche Globalisierungsmuster erkennbar wurden. Der Vortrag präsentiert vereinfacht anhand eines neuen, umfassenden Globalisierungsmodells, was Globalisierung ist und was wir zu erwarten haben.

Literaturangabe:
Modeling Economic Globalization – A Post-Neoclassic View on Foreign Trade and Competition, MV-Wissenschaft, 2007

Modelling Financial Type 2b Globalization and its Effects on Trade, Investments, and Unemployment, IJCEE, 2016

Long-Term International Trade Analysis Measuring Spatial Extension of Globalization – Kuznets or Hysteresis Paradigm? in Advances in Times Series Data Methods in Applied Economics, Springer, 2018

 

Dienstag, 21. Dezember 2021

Wünschenswerte Schwierigkeiten und Produktives Scheitern?!

Dr. Esther Ziegler, Dep. Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, Institut für Lernwissenschaften und Hochschullehre, ETH Zürich

Haben Schwierigkeiten, die beim Lernen eingebaut werden, eine Wirkung auf den Erfolg? Sind Schwierigkeiten wünschenswert? Wenn ja, welche? Studenten lernen durch produktives Scheitern besser! Gilt dies auch im Alltag? Warum lernen wir von Schwierigkeiten? Wie wirken sich diese auf Denken, Lernen und Kreativität aus? Wie können Schwierigkeiten eingesetzt werden zur Erhaltung von Geist und Fitness.

Literaturangabe:
Ziegler, E. & Stern, E. (2014). Delayed benefits of learning elementary algebraic transformations through contrasted comparisons. Learning and Instruction,33(1), 131-146. Link: https://www.researchgate.net/publication/262678954_Delayed_benefits_of_learning_elementary_algebraic_transformations_through_contrasted_comparisons

Ziegler, E. & Kapur, M. (2018). The interplay of creativity, failure and learning in generating algebra problems. Thinking Skills and Creativity. 30(1), 64-75. Link: https://www.researchgate.net/publication/324019213_The_interplay_of_creativity_failure_and_learning_in_generating_algebra_problems

Ziegler, E., Deiglmayr, A., Schalk, L., & Stern, E. (2018). Kognitive Entwicklung im Jugendalter. In: B. Gniewosz & P. Tietzmann (Eds.), Handbuch Jugend. Stuttgart, Deutschland: Kohlhammer Verlag.  Link: https://www.researchgate.net/publication/329424672_Kognitive_Entwicklung_im_Jugendalter

 

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Verpackung öffne dich – die Beurteilung des Öffnens von Lebensmittelverpackungen durch ältere Konsumentinnen und Konsumenten

Prof. Dr. Selcuk Yildirim, Dep. Gesundheitswissenschaften und Technologie, ETH Zürich

Altersassoziierte Veränderungen führen zu spezifischen Anforderungen an Lebensmittel sowie deren Verpackung. Das Öffnen von Lebensmittelverpackungen und somit die Handhabung, das Greifen und Ziehen, stellt für viele ältere Konsumenten eine Herausforderung dar. Der Vortrag untersucht Indikatoren für die Öffenbarkeit von Verpackungen und vergleicht quantitative Messdaten von handelsüblichen Verpackungssystemen mit Evaluierungen durch ältere Menschen.